… ist irgendwie ein „über mich“.

Meine Tochter Anna erkrankte vor ca. 2 Jahren an CFS. Es begann eine Odyssee von Arzt zu Arzt, von Klinik zu Klinik, die gut ein Jahr dauerte, bis wir alle anderen Krankheiten ausschließen konnten, die als Begleiterscheinung ebenfalls ein hohes Maß an Erschöpfung zeigen.

Das Schlimmste in der Zeit war die entmutigende Auseinandersetzung mit Ärzten, die vorher noch nie von der Krankheit gehört hatten und fast immer die hilflose Diagnose „Depression“ stellten. Denn Anna hat definitiv, fachärztlich bestätigt, keine Depression. Der Unterschied zwischen CFS und Depression ist, dass bei einer Depression der Betroffene körperlich die Kraft hätte, um Joggen oder Arbeiten zu gehen, aber es ihm am  Antrieb fehlt.. Bei ME/CFS ist es genau umgekehrt: Der Betroffene möchte körperlich und geistig aktiv sein und hat oft einen sehr großen Antrieb, aber er kann es körperlich einfach nicht umsetzen.

Als Zweitschlimmstes empfindlich ich die Tatsache, dass CFS keine anerkannte Krankheit ist und die Betroffenen sich „schämen“ über ihre Krankheit zu sprechen, da sie zumeist als Simulanten abgestempelt werden, denn sie haben ja kein augenfälliges Gebrechen. Man kann nicht sagen: „Ich habe CFS,“ und dann erwarten, dass das Gegenüber betroffen ist. Die Meisten haben noch nie von der Krankheit gehört und können es sich nicht vorstellen, wie es ist, jeden Tag so schwach zu sein, das man unmöglich am Leben teilnehmen kann.

Ich, als Mutter von Anna, versuche seit Monaten das Thema CFS in Regensburg voranzubringen und unsere Mitmenschen für das Thema zu sensibilisieren.

So habe ich bereits viele Gespräche geführt, mit Freunden und Bekannten, mit Ärzten in Regensburg, mit der Universität Regensburg und dem Bezirksklinikum, hatte eine Unterredung mit Frau Melanie Hummel der Bayerischen Gesundheitsministerin, ich bin in Kontakt mit dem Referat 55 in München, welches für Umweltmedizin zuständig ist, ….

Ich werde für meine Tochter, meine Familie und für alle Betroffenen kämpfen.

Helfen Sie mir dabei! Schreiben Sie mir, wenn Sie selbst betroffen sind, schreiben Sie mir, wenn Sie mithelfen wollen.

Ihre Kathrin Fuchshuber